Welche Augenerkrankungen sind mittels Akupunktur zu beeinflussen?

  • Makuladegeneration (Stoffwechselstörung der Netzhautmitte)
    Diese Erkrankung ist die häufigste Erblindungsursache in allen zivilisierten Ländern. Die Makuladegeneration kann mit der Augenakupunktur nicht geheilt werden. Allerdings kann manchmal das Fortschreiten der Krankheit gestoppt, und unter Umständen auch ein Teil der Sehfähigkeit zurück gewonnen werden. Wichtig ist es, so schnell wie möglich nach der Diagnose mit der Augenakupunktur zu beginnen. Die Augenakupunktur dient neben anderen diätetischen Behandlungen (hochdosierte Vitamintherapie) auch als vorbeugende Maßnahme für das eventuell noch nicht betroffene andere Auge.

 

  • Grüner Star (Glaukom)
    In vielen Fällen kann das Glaukom durch die Augenakupunktur positiv beeinflusst werden, da es sich um ein hochkomplexes Krankheitsbild einer Schädigung der Sehnerven handelt, bei dem nicht nur der Augeninnendruck erhöht ist. Die Akupunktur ist hier aber nur als zusätzliche Maßnahme zu der erforderlichen medikamentösen Therapie zu verstehen.

 

  • Grauer Star
    Die Behandlung des grauen Stars mit der Augenakupunktur ist meist wenig sinnvoll. In der Regel führt die Linsen-Operation zu schneller dauerhafter Gesundung.Eine Akupunktur ist eventuell nur bei Vorliegen von Begleiterkrankungen des Auges zu überlegen, um nach Besserung dieser Begleiterkrankungen die Linsenoperation mit noch besserem Erfolg anzuschließen.

 

  • Diabetische Augenerkrankungen (Retinopathie)
    Der Diabetes und seine Folgeschäden sind mit Augenakupunktur nicht heilbar, in Frühstadien kann jedoch eine unterstützende Akupunktur sinnvoll sein. Die Akupunktur beeinflusst den Zuckerspiegel, engmaschige Blutzuckerkontrollen sind darunter also erforderlich.

 

  • Entzündungen / Allergien
    Durch die Augenakupunktur kann eine Linderung von chronischen nicht bakteriellen Entzündungen oder Allergien erzielt werden. Hierzu zählt auch die Heuschnupfenallergie, wobei die Augenakupunktur unterstützend oder sogar anstatt der eingenommenen Medikamente dient.Auch bei unspezifischen Augenschmerzen ohne organisch am Auge fassbare Ursache, wo keine befriedigende Linderung durch die lokale Medikamententherapie erzielt wird, kann hier die Augenakupunktur als Alternative hilfreich sein.

 

  • Netzhauterkrankungen
    Bei Netzhautablösungen muß zunächst eine Laserbehandlung, ggf sogar eine Operation erfolgen.Die Augenakupunktur dient ergänzend zur Stabilisierung der Netzhaut (durchblutungsfördernd). Es hat sich auch gezeigt, dass Einblutungen ins Auge hierdurch schneller resorbiert werden können.

 

  • Thrombosen am Auge / Augeninfarkt
    Nach Abklärung der Ursache dieser Störungen und ggf erforderlichen operativen und medikamentösen Behandlung kann die Augenakupunktur hier heilungsfördernd wirken.

 

  • Retinitis Pigmentosa
    Diese Erbkrankheit ist derzeit nicht heilbar, man hat allerdings die Mechanismen dieser Stoffwechselstörung der Netzhaut aufgedeckt. Es gibt viele Berichte, nach denen die Akupunktur das Fortschreiten dieser Netzhautdegeneration bremsen kann. Insbesondere gelingt dies, wenn der Verlauf sehr langsam ist.

 

  • Augenleiden durch Gehirnschädigungen, Medikamentenvergiftung
    In der Regel sind die Augen dieser Patienten intakt. Das Sehvermögen wird lediglich durch bestimmte Blockaden im Gehirn ausgeschaltet. Die Augenakupunktur kann diese Störungen auflösen. In manchen Fällen geht das sogar ausgesprochen schnell.

 

  • Sehnervatrophie
    Beim Vorliegen einer Sehnervatrophie kann die Augenakupunktur keine Besserung erzielen, jedoch lässt sich oft je nach Ursache der Atrophie eine Verlangsamung des Fortschreitens erreichen, womit eine Sehverschlechterung hinausgezögert werden kann.